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Gesundheit

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Gesundheit


Die Maine Coon wird im Allgemeinen als „Naturbursche“ bezeichnet, was Kraft und Gesundheit implizieren soll. Jedoch haben sich auch bei der Maine Coon im Laufe ihrer Zucht das Vorhandensein diverser erblich bedingten katzentypischen Krankheiten herausgestellt, die inzwischen teilweise gut erforscht sind. Hauptsächlich sind dies die:

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM):
Ein Tier mit hypertropher Kardiomyopathie erscheint nach außen gesund. Es wird jedoch wahrscheinlich zu einem nicht vorhersehbaren Zeitpunkt einfach den plötzlichen Herztod sterben. Eine HCM kann mit gutem Erfolg medikamentös eingestellt, jedoch in der Regel nicht geheilt werden. Regelmäßige Herzuntersuchungen per Ultraschall zur sicheren Abklärung sind hier das Optimum.

Anmerkung des Züchters: momentan können bei Maine Coon nur zwei Genorte (nach "Moers" und "Koch") überprüft werden. Da genetisch bedingte Krankheiten aber auf vielen Genorten "sitzen" können (z. B. HCM beim Menschen auf fast 200 Genorten!!!), machen diese Gentests
allein wenig Sinn. Wir lassen unsere Coonies daher zusätzlich ab dem richtigen Alter regelmäßig ultraschallen.

Hüftgelenkdysplasie (HD), Ellenbogendysplasie und Patellaluxation:
Bei schnellwachsenden großen, schweren Rassen kann es in der Wachstumphase zu Komplikationen in den Gelenken kommen. Diagnostiziert werden sie mittels Röntgenuntersuchung der Hüften und Gelenke. Da spezifisches HD-Röntgen vielfach von den Haustierärzten nicht geleistet wird, sollte ein Facharzt für Orthopädie hinzugezogen werden. Operative Hilfe ist möglich, jedoch bei Katzen nicht immer nötig.

Spinale Muskelathropie (SMA):
Die Spinale Muskelatrophie ist eine Motorneuronenerkrankung, d. h. eine Erkrankung der Nervenzellen. Sie verursacht Lähmungserscheinungen. Durch einen Gentest kann der Status bezüglich der SMA eindeutig festgestellt werden und mit dieser Information gezielt gezüchtet und so betroffene Tiere vermieden werden.

Polyzystische Nierenerkrankung (PKD):
Bei einer polyzystischen Nierenerkrankung entstehen Zysten in den Nieren, die die Funktion dieser Organe mit ihrem Wachstum mehr und mehr einschränken. Der Verlauf der Erkrankung ist medikamentös einstellbar aber letztendlich tödlich. Ein Gentest für Perserkatzen und Perserabkömmlinge, der auch für Maine Coons validiert ist, ist vorhanden. Mit Hilfe dieses Gentests kann zwar gezielt gezüchtet und so betroffene Tiere vermieden werden, jedoch ist eine regelmässige Ultraschalluntersuchung immer noch das Optimum.

© 2009-2011 - Aktualisiert am 16 Mai 2012

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